Yoga bei Krebserkrankungen

Yogakurse für KrebspatientInnen

Yogakurse für KrebspatintInnen in Therapie und Nachsorge

 

Du bist nicht allein!

In Österreich erkranken pro Jahr ca. 38.000 Menschen an Krebs. Jede achte Frau wird im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert.

Die Herausforderung mit dem Krebs anzunehmen bedeutet oft auch körperlich und seelisch an die Grenzen gehen. Ist der Krebs besiegt, sind die Nebenwirkungen oft noch lange zu spüren. Yoga ist neben gesunder Ernährung und frischer Luft ein wertvolles Werkzeug zur Entgiftung und Kräftigung. Als Begleiter zu den etablierten wichtigen Heilmethoden wie Chemotherapie oder Bestrahlung wird dir Yoga einen Schritt weit zurück in das Leben vor der Erkrankung helfen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass regelmäßige körperliche Aktivität in der Krebstherapie und Krebsnachsorge ...

 

  • den Heilungsprozess positiv beeinflusst,
  • Nebenwirkungen von Behandlungen wie z.B. Chemotherapie verringert,
  • die Leistungsfähigkeit steigert und
  • Symptome des Fatigue-Syndroms mildert,
  • die Schlafqualität deutlich verbessert und
  • sich positiv auf die Psyche auswirkt.

 

Nicht zuletzt ist es auch die Gruppenerfahrung, die persönliche Schamgefühle durch Haarverlust dem Eindruck weichen lässt, dass auch andere diesen Weg gegangen sind und es geschafft haben mit großer Zuversicht und Stärke daraus hervor zu gehen.

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Die ANANDA Serie b (breast, Brust)

Nach Brustoperationen neigen viele Frauen dazu, die Schultern hochzuziehen und den oberen Rücken zu runden. Dadurch verengt sich der Brustkorb. Engegefühl und Atembeschwerden können entstehen. Nach der Entfernung von Lymphknoten in den Achselhöhlen kommt es oft zu Nervenerkrankungen in Schulter- und Rückenmuskulatur.

Lymphödeme können entstehen. Weshalb es wichtig ist, die Muskulatur in Nacken, Schultern und Armen zu stärken und zu bewegen. Die Serie widmet sich speziell Brustöffnungsübungen und Wirbelsäulendrehungen und endet mit zwei Atemübungen.


Die ANANDA Serie c (colon, Darm)

In dieser Serie liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung des Beckenboden und der Bauchmuskulatur, die nach Operationen und Behandlung schwach geworden ist.  Alleine die Stärkung der Bauchmuskeln erleichtert z.B. das Aufheben von Gegenständen. Druck und Kompression sowie Wiederloslassen wirkt wie eine Massage auf die Bauchorgane und hilft, Giftstoffe leichter loszuwerden. Der untere Rücken wird gestärkt als Gegenstück zur Bauchmuskulatur und beweglich gemacht. Die Serie beginnt mit Dynamik und endet ebenfalls mit Atemübungen, die positiv auf die Reinigung der Energiekanäle (Nadis) wirkt. 

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Kursorte finden sich hier!


Wissenschaftliches Projekt

In einem gemeinsamen Projekt mit zwei renommierten SpitäIern sollen neue Erkenntnisse über die positive Wirkung von Yoga auf KrebspatientInnen gewonnen werden.

Zurzeit wird die Veränderung der Wirbelsäule vor bzw. nach drei Monaten Yoga dokumentiert und der Therapieverlauf aufgezeichnet.

In weiterer Folge wird gemeinsam mit diesen Kliniken erhoben, wie sich das Yogaprogramm auf den Krankheitsverlauf, das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität auswirkt.


Erfahrungsberichte KrebspatientInnen

Anja

Eigentlich war es fast immer eine Überwindung, während meiner Chemotherapie und auch während der Bestrahlung zum Yoga zu gehen.
Ich konnte mir vor jeder Stunde nie vorstellen, wie ich es schaffen sollte mich anzustrengen, wo es mir doch eh schon so schlecht geht.
Aber ich ging JEDES MAL mit einem guten, zufriedenen Gefühl und mit einer Zuversicht und Ruhe aus der Stunde raus. Und ich war stolz! Auf mich!

Jetzt, fast 2 1/2 Jahre danach weiß ich, dass die wichtigste und beste Entscheidung, die ich während meiner Chemotherapie getroffen habe, die war, mit Yoga zu beginnen.

Man beschäftigt sich nur mit sich. Ich habe angefangen meinen Körper wieder zu spüren, ihn zu akzeptieren. Ich bekam wieder einen Bezug zu mir, ich lernte mich wieder kennen.
In dieser 1 Stunde gibt es keine Ängste und Sorgen, keinen Alltag und keine Probleme, denn es gibt diese positive Anstrengung.
Man sieht die Entwicklung die man macht, man merkt, was man leisten kann, auch wenn es einem noch so schlecht geht.
Und dann ist da natürlich Marie.
Es ist bewundernswert, wie sie in 1 Stunde für jeden! Egal ob alt oder jung, dick oder dünn, Therapie oder nicht Therapie.. einfach für jeden sein eigenes und persönliches Tempo und Level findet.

Ich bin kein wirklich esoterischer Mensch aber ich kann sagen, Yoga hat mein Leben verändert und heute ist es genauso wichtig für mich, wie es auch vor 2 1/2 Jahren war. Es hat sich nur verändert, und das auch ist das schöne!
Danke Marie!


Gabriela

Die Diagnose Brustkrebs bekam ich im September 2010. Kurz darauf folgte die OP, bei der 2 Tumore entfernt wurden. Bis März 2011 musste ich durch 8 sehr, sehr harte Chemotherapien. Während dieser Zeit habe ich unfassbar gelitten… Jedes Mal hatte ich das Gefühl komplett zerstört zu werden. Schnell erkannte ich, dass die Schulmedizin allein einfach zu hart für mich ist. Mir wurde bewusst, dass ich mein Leben neu ordnen musste… So begann ich während der Chemo mit der Misteltherapie, (WGKK zahlt sogar diese Behandlung) um mein Immunsystem zu stärken, stellte meine komplette Ernährung um, machte sooft als möglich Reinigungsbäder, um meine brennende Haut und Schleimhäute zu beruhigen. Machte intensive Reikibehandlungen, arbeitete so gut es eben ging mental um auch meinen Geist zu beruhigen. Dies war Tag für Tag eine Herausforderung, wegen den beschwerlichen Nebenwirkungen und denErschöpfungszuständen. Deshalb entschied ich mich auch nach der Chemo gegen eine Strahlentherapie - hatte einfach keine Energie dafür.  Mein Körper verlangte nach Ruhe, ganz ganz viel Ruhe.

Endlich nach zirka zwei Monaten war es möglich mit meinem Körper sanft zu arbeiten. Ich hatte das Bedürfnis mich innerlich zu reinigen, zu schwitzen – wollte mich wieder spüren. Darüber sprach ich mit meiner Tochter und so kamen wir zu Yoga, einer besonderen Hot Yoga Art bei 38° Celsius -  so viel zu sanft beginnen. Ich habe geschwitzt, geschwitzt und nochmals geschwitzt. Diese 90min haben mein Leben verändert. Mein Körper fand einen Ausgleich zur inneren Kälte und zum brennenden Hitzegefühl der Haut. Mit Yoga habe ich ein weiteres wichtiges Puzzleteil gefunden um wieder Lebensqualität zu schaffen. Ich begann meinen Körper neu kennenzulernen – einfach schön…!


 Sabine

Das besonders Schöne bei Yoga ist, ich habe gelernt meinen Körper zu verstehen und richtig wahrzunehmen.  Bei der Bodenserie werden besonders die Verdauungsorgane massiert und stimuliert – so ist es mir gelungen auf natürliche Weise meine Verdauung wieder in Griff zu bekommen.  Bei der sitzenden Vorwärtsbeugegeht es auch um bewusstes Loslassen – dieses kontrollierte Loslassen hat mir in meinem Alltag schon sehr oft geholfen. Für dieKamel-Position habe ich Wochen geübt, um sie kurz halten zu können – in dieser Körperübung geht es um Angst – und Angst ist bei Krebs natürlich ein ganz großes Thema. Gerade das Üben dessen, was mir schwer fällt, erkenne ich als besonders wertvoll – da ich merkte, wenn die körperliche Verspannung sich löst, es eine lindernde Auswirkung auf der emotionalen Ebene hat. So passiert es, dass ich im Kamel zu weinen beginne, aber danach geht es mir besser… Vor Yoga musste ich täglich einenKompressionsstrumpf tragen, wegen des Lymphödems am rechten Arm; durch regelmäßiges Üben ist dies nur mehr selten notwendig.

Bin dankbar und zufrieden mit dem was ich in der Stunde erreiche, den jeder Tag ist einfach anders. Und zuhause beschäftige ich mich mittlerweile gerne mit den Übungen, wo mein Körper mit mir „intensiv spricht“… und mich so vieles fühlen und wahrnehmen lässt.  Betrachte dies wie ein kleines Abenteuer – und die Wirkung ist immer wieder erstaunlich.


Möchtest Du aus Deiner Erfahrung etwas an die Menschen weitergeben, die diesen Beitrag lesen?

Gerne! Behandle Deinen Körper wie ein kostbares Instrument und lerne behutsam damit umzugehen um darauf zu spielen. Erfreue Dich an den kleinen Liedern, die Du bald spielen wirst. Deine Wegbegleiter wähle mit sehr viel Sorgfalt und höre auf Dein kostbares Instrument wie es bei Veränderungen klingt und sich anfühlt... Spüre die Veränderung in Dir, die nur Du brauchst um zufrieden und glücklich zu sein – und lebe diese Veränderung. Es gibt noch so vieles zu entdecken und sich daran zu erfreuen, hab` Mut und lebe ;))) Vielleicht ist Yoga auch für Dich ein Puzzelteil, der gut zu Dir passt? Wünsche Dir eine herzliche einfühlsame Familie und Freunde die Dich liebhaben so wie Du bist – eben einzigartig und liebenswert ;))) Ich kenne dieses Glück und bin sehr, sehr dankbar dafür!
Einen Geheimtipp von mir möchte ich noch gerne weitergeben, wenn Du Kraft zu reisen hast. Geras, das ist im wunderschönen Waldviertel. Dort ist ein liebevoll geführter Vierkanthof, der mir sooft ich kanneinen Rückzug bietet um Energie zu tanken. In der Mitte ist eine kleine Wiese mit einer Rotbuche und ein Langhaus mit riesigen Glasfronten – mein Platz einzutauchen, um Yoga zu üben,  zu meditieren oder einfach den tanzenden Schmetterlingenlächelnd zu zuschau`n … Mach Dir und mir die Freue, lass uns gemeinsam die Augen schließen und uns dieses schöne Plätzchen vorstellen…!

Namastè